Betonstraßen

Betondecken sind wirtschaftlich

Herkömmliche Asphaltstraßenoberflächen zeigen oft nach einigen Jahren deutliche Deformierungen (Spurrillen), die zu hohen Reparaturkosten und Verkehrsbehinderungen führen. Straßen werden zudem aufgrund der sich ändernden Klimabedingungen, des stark steigenden Warenverkehrs und des Zuzugs in die Umlandregionen der Städte zunehmend mehr beansprucht. Betonstraßen sind langlebig, belastbar, bleiben frei von Spurrillen und verformen sich nicht in der Sommerhitze. Die hellere Oberfläche trägt zu mehr Sicherheit bei.

Ein guter Zustand des Straßennetzes ist für Österreich als Wirtschaftsstandort unerlässlich. Durch die steifen Betonoberflächen wird der Rollwiderstand verringert und damit kann Treibstoff gespart werden.

Betonstraßen im niederrangigen Straßennetz

Betonstraßen sind im hochrangigen Straßenverkehr, zum Beispiel auf Autobahnen oder Schnellstraßen, aber auch innerstädtisch – bei Busbuchten und in Kreisverkehren – heute längst etabliert. Im ländlichen Straßenbau wird die Betondecke hingegen nur zögerlich, oder gar nicht eingesetzt. Dabei haben schon in den 1980er Jahren einige Bundesländer mit dem Einbau der Betondecken im ländlichen Raum begonnen. Als Vorteile wurden schon damals die lange Lebensdauer verbunden mit dem minimalem Erhaltungsaufwand angesehen. Diese Anlagen wurden seinerzeit überwiegend mit einfachen Gleitschalungs- bzw. adaptierten Schwarzdeckenfertigern hergestellt und haben sich technisch voll bewährt. Heute hat der Beton im ländlichen Straßenbau ganz besonders im Zusammenhang mit dem Betonspurwegebau eine Bedeutung. Diese beiden je ein Meter breiten Spurwege werden ebenfalls mit Fertigern eingebaut, um den hohen ökologischen Anforderungen in sensiblen Naturregionen zu entsprechen.