Kalkausblühungen

Jeder Zement spaltet bei seiner Erhärtung Kalkhydrat ab. Das Kalkhydrat löst sich im Wasser - Anmachwasser oder "Fremdwasser" (Nachbehandlungs- oder Regenwasser) - und kann an die Betonoberfläche wandern. Wenn das Wasser verdunstet, bleibt das Kalkhydrat an der Oberfläche zurück und wird in das schwer lösliche Calziumcarbonat (Kalkstein) umgewandelt. Wird dieser an sich natürliche Vorgang durch ungünstige Bedingungen gesteigert, so kommt es zu Ablagerung von größeren Mengen an Calziumcarbonat, die als weiße Ausblühungen sichtbar werden.

Das Entstehen von Ausblühungen wird begünstigt durch:

  • Jedes Wasser - wie beispielsweise Nachbehandlungs- oder Regenwasser - das über frisch entschalte Betonbauteile abfließt oder einige Zeit zwischen Schalung und Betonoberfläche verbleibt
  • Feuchte oder kühle Witterung
  • Temperaturgefälle im Beton

Vermeidung von Kalkausblühungen:

  • Eingeschalten Beton so abdecken, dass kein Wasser eindringen kann
  • Bei der Nachbehandlung darf Wasser nicht zwischen Beton und Schalung eindringen, daher sollten Folien, feuchte Matten oder entsprechende Nachbehandlungsmittel verwendet werden
  • Entschalen des Betons nur bei trockenem Wetter
  • Betonwaren in den ersten Tagen nicht zu eng stapeln
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