Definition
Decken sind Bauelemente, die einen Raum oder eine Folge von Räumen in horizontaler Ebene abschließen und neben diesen statischen noch weitere Funktionen, wie Tragsicherheit, Brandsicherheit, Wärmedämmung, Schalldämmung, Lebensdauer, Beständigkeit und Wirtschaftlichkeit erfüllen müssen. Keine Massivdecke erfüllt als Rohdecke alleine Wärme- und Schallschutzanforderungen. Diesbezüglich müssen zusätzliche Maßnahmen getroffen werden. Im Falle von Ortbetondecken ist jede Grundrissform möglich, da diese an keinen Raster gebunden sind und in einem Guss betoniert werden können.
Daten und Fakten
Ortbetondecken werden im wesentlichen ausgeführt als:
- Plattendecken:
- Einachsig gespannte Platten
- Zweiachsig oder kreuzweise gespannte Platten
- Punktgelagerte Platten - Plattenbalkendecken
- Abstand a der Balken nicht von vornherein bestimmt
- Platten und Balken sind monolithisch miteinander verbunden - Rippendecken (begrenzter Abstand b der Rippen: 60 - 80 cm)
- Zweiachsig gespannte Rippendecken werden auch als "Kassettendecken" bezeichnet.

Wenn Sie den Beton selbst mischen, gehen Sie gemäß "Allgemeines zu Zement und Beton" Seite 32 vor und verwenden Sie Zement, Wasser und Zuschlag gemäß folgender Rezeptur

Bestellen Sie den Beton im Transportbetonwerk, verlangen Sie beispielsweise folgende Betongüte:
C20/25/XC1/GK22/F45
Die anschließende Verdichtung des Betons erfolgt mit einem Flaschenrüttler (wenn kein Fließbeton).

Vorsicht
Wesentlich ist, dass Sie bei voll eingeschalter Massivbetondecke auf eine dichte Schalung achten. Verwenden Sie Deckenschalungssystem, die ein einfaches und passgenaues Aufstellen der Schalung mit geringen Arbeitsaufwand garantieren.
Die Berechnung der erforderlichen Stahlbewehrung darf ausnahmslos nur durch einen befugten Fachmann (Zivilingenieur, Baumeister) erfolgen.
Die Decke darf erst dann ausgeschalt werden, wenn der Beton ausreichend erhärtet ist, d.h. wenn seine Festigkeit soweit angestiegen ist, dass alle zur Zeit des Entschalens wirksamen Lasten mit entsprechender Sicherheit getragen werden können (siehe Kapitel "Allgemeines zu Zement und Beton" Seite 24).
Nachbehandlung
Zur Nachbehandlung des Betons diesen entweder mit Baufolie abdecken oder mit Wasser besprengen. Damit ca. zwei Stunden nach Betonierende beginnen auf die Dauer von mindestens drei Tagen (siehe auch "Allgemeines zu Zement und Beton" Seite 25)
Produkteinsatz
Bei ca. 20° C: CEM II/B-M (S-L) 32,5 R der rote® bzw. CEM II/B-M (S-L) 42,5 N der TOProte®
> 10° C: CEM II/A-M (S-L) 42,5 N der schwarze® oder CEM II/A-S 42,5 R WT 42 der grüne®
< 10° C: CEM II/A-S 42,5 R WT 42 der grüne®

