Stallboden, Silo und Güllegrube
Definition
Stallböden, Silos und Güllegruben übernehmen neben der Wasserundurchlässigkeit und Witterungsbeständigkeitauch statische Aufgaben. Zusätzlich werden diese Anwendungen chemisch durch Vekalien belastet. Dementsprechend muss die Zusammensetzung des Betons gewählt werden, damit dauerhaft die gewünschten Eigenschaften gewährleistet sind.
Daten und Fakten
Stallböden sollten grundsätzlich im Tierbereich (Rinder und Schweine) inklusive des Bodenaufbaues nach dem OKL-Merkblatt Auflage 2001 Nr. 49 durchgeführt werden (siehe Abbildungen 1 und 2).
Stallböden können auch mittels Betonfertigteile als Spaltböden ausgeführt werden. Spaltböden sind Böden aus Balken, die in Abständen voneinander einzeln angeordnet oder zu Rosten verbunden sind. Diese dienen als Liege-, Stand- oder Lauffläche und dem Beseitigen von Kot und Harn aus dem Aufenthaltsbereich der Tiere.
Silos und Güllegruben müssen von einem Fachmann entsprechend statisch dimensioniert werden. Silos können auch in Fertigteilen ausgeführt werden.
Von der Produktion des Betons auf der Kleinbaustelle wird tunlichst abgeraten, da die erforderlichen Betoneigenschaften
mit einer üblichen Mischmaschine nicht herstellbar sind.
Der dafür notwendige Beton sollte nach dem ÖVBB Merkblatt „Beton für Kläranlagen“ oder gemäß ÖNORM B 4710-1, empfohlene Betonsorte B6 C3A-frei, produziert werden.
Um vor allem die chemische Beständigkeit zu gewährleisten, bestellen Sie beispielsweise Transportbeton:
C25/30/B6/GK22/F45/C3A-frei
Die anschließende Verdichtung des Betons erfolgt mit einem Flaschenrüttler (wenn kein Fließbeton).

Vorsicht
Es ist sehr schwierig, diesen Beton in gleichmäßiger Qualität, chemisch beständig und frostsicher herzustellen. Daher sollte man ÖNORM-konformen Transportbeton oder Fertigteile bestellen.
Nachbehandlung
Zur Nachbehandlung des Betons diesen entweder mit Baufolie abdecken oder mit Wasser besprengen. Damit ca. zwei Stunden nach Betonierende beginnen auf die Dauer von mindestens drei Tagen (siehe auch "Allgemeines zu Zement und Beton" Seite 25)
Produkteinsatz
> 10° C: CEM I 32,5 R WT 33 C3A-frei/HS C3A-frei der contragress® bzw. CEM II/A-S 42,N R WT 33 C3A-frei der contragress®
< 10° C: CEM I 42,5 R WT 38 C3A-frei/HS C3A-frei der contragress®



