Fundament

Definition

Streifenfundamente kommen unter tragenden Wänden oder unter Bodenplatten zum Einsatz, da der Baugrund oft nur eine begrenzte Tragfähigkeit aufweist. Die Aufgabe ist es dann, die Gebäudelasten gleichmäßig auf den Baugrund zu übertragen.

Daten und Fakten

Um ein dauerhaftes und frostsicheres Streifenfundament zu erstellen, muss es mindestens 80 cm tief in das Erdreich eingebunden werden. Dadurch wird ein Abplatzen oder Sprengen des Betons durch Frosteinwirkung verhindert. Streifenfundamente können ohne Bewehrung ausgeführt werden.
Vorteil einer Streifengründung ist, dass die Bodenplatte wesentlich dünner und mit weniger Bewehrung ausgeführt werden kann. Bei der Bodenplatte reicht beispielsweise eine Dicke von 10 cm.
Bodenplatte und Streifenfundament werden am besten in einem Stück betoniert. Stecken Sie also zunächst die Außenmasse Ihres Hauses ab und heben Sie den Boden 20 cm tief aus. Unter den Außenwänden heben Sie einen 60 cm tiefen und 30 cm breiten Graben aus. Insgesamt kommen Sie damit für Ihre Streifengründung auf 80 cm Tiefe und sind im frostsicheren Bereich.
Wenn Ihnen der Graben nicht zusammenfällt (stehender Boden), kann man auf eine Schalung verzichten. Ist der Boden jedoch sandig und die Ausschachtung bröckelt ab, müssen Sie eine Schalung vornehmen. Dies bedeutet natürlich weitere Arbeit.
Nehmen Sie eine Span- bzw. OSB-Platte (mindestens 80 cm hoch) und stellen Sie diese an die äußere Böschung. Alle 50 cm befestigen Sie ein Kantholz zur Aussteifung und stützen es seitlich ab.

Wenn Sie den Beton selbst mischen, beachten Sie bitte die Verarbeitungshinweise für die Kleinbaustelle und verwenden Sie Zement, Wasser und Gesteinskörnung gemäß folgender Rezeptur:

Bestellen Sie den Beton im Transportbetonwerk, verlangen Sie beispielsweise folgende Betongüte:
C16/20/XC1/GK22/F45

Achtung: Diese Betongüte eignet sich nur für Streifenfundamente unter der Frostgrenze. Unsere Empfehlung für Streifenfundamente über der Frostgrenze ist ein C25/30/B2/GK22/F45

Die anschließende Verdichtung des Betons erfolgt mit einem Flaschenrüttler (wenn kein Fließbeton).

Vorsicht

Die Untergrundverhältnisse sind von einem Fachmann zu beurteilen, der danach die Art und Abmessung der Fundamente festlegt. Daraus ergibt sich auch die Betongüte (speziell Druckfestigkeit).

Nachbehandlung

Zur Nachbehandlung des Betons diesen entweder mit Baufolie abdecken oder mit Wasser besprengen. Damit ca. zwei Stunden nach Betonierende beginnen auf die Dauer von mindestens drei Tagen (siehe auch Hinweise für die Nachbehandlung).

Produkteinsatz

Bei ca. 20° C: CEM II/B-M (S-L) 32,5 R DER ROTE® bzw. CEM II/B-M (V-L) 42,5 N DER TOPROTE®
> 10° C: CEM II/A-M (S-L) 42,5 N WT 38 DER SCHWARZE® oder
CEM II/A-S 42,5 R WT 42 bzw. CEM II/A-S 52,5 N WT 42 DER GRÜNE®
< 10° C: CEM II/A-S 42,5 R WT 42 bzw. CEM II/A-S 52,5 N WT 42 DER GRÜNE®

Bei sulfathältigem Boden: CEM I 42,5 N - SR 0 WT 27 C3A-frei DER CONTRAGRESS® 42,5 N

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