Estrich in Innenräumen

Definition

Estriche sind vorwiegend waagrechte Mörtelschichten, die entweder selbst Nutzflächen sind (Kellerfußboden, Industrieboden) oder mit einem Belag versehen werden, der dann die Nutzfläche darstellt (siehe auch Anwendungsbeispiel Industriefußboden).

Daten und Fakten

Je nach Verbindung zum tragenden Untergrund unterscheidet man:

  • Verbundestriche, die direkt mit dem tragenden Untergrund verbunden sind; der Verbund kann gegebenenfalls durch eine Haftbrücke (Anstrich oder dünne Schicht) verbessert werden.
  • Estriche auf Trennschicht, die durch eine dünne Zwischenlage (Folien, Ölpapier, Pappen) vom tragenden Untergrund getrennt sind.
  • Schwimmende Estriche, die als lastverteilende Platten auf einer Dämmschicht aufgebracht werden, auf der Unterlage beweglich sind und keine direkte Verbindung mit angrenzenden Bauteilen haben.

Estriche werden meist einschichtig hergestellt. Mehrschichtige Estriche (mit Unter- oder Übergangsschichten und Ober- oder Nutzschicht) werden angewendet, wenn an die Oberfläche besondere Anforderungen gestellt werden (z.B. farbiges Aussehen, hohe Abriebfestigkeit) und die entsprechenden Eigenschaften nicht für den gesamten Estrichquerschnitt gefordert werden. Fugen im Estrich sind etwa alle 5 bis 6 m vorzusehen, ebenso an vor- oder zurückspringenden Ecken. Hier kann man auch Scheinfugen setzen.

Wenn Sie den Beton selbst mischen, beachten Sie bitte die Verarbeitungshinweise für die Kleinbaustelle und verwenden Sie Zement, Wasser und Zuschlag gemäß folgender Rezeptur:

Bestellen Sie den Beton im Transportbetonwerk, verlangen Sie beispielsweise folgende Betongüte:
E225/XC1/GK8/C1 oder C16/20/XC1/GK8/C1

Die anschließende Verdichtung des Betons erfolgt mit einem Estrichstampfer (nicht bei Fließestrich von einer Fachfirma). Grundsätzlich werden Estrich bzw. Estricharbeiten von darauf spezialisierten Fachfirmen angeboten.

Vorsicht

Um das Schwindverhalten zu beherrschen ist neben Fugen auch eine entsprechende Nachbehandlung vorzusehen. Vermeiden Sie in den ersten sieben Tagen tiefe Temperaturen unter +5° C, zu starkes Nässen der gut abgeriebenen und geglätteten Oberfläche und vor allem Zugluft.

Nachbehandlung

Zur Nachbehandlung des Betons diesen entweder mit Baufolie abdecken oder mit Wasser besprengen. Damit ca. zwei Stunden nach Betonierende beginnen auf die Dauer von mindestens drei Tagen (siehe auch Hinweise für die Nachbehandlung).

Produkteinsatz

Bei ca. 20° C: CEM II/B-M (S-L) 32,5 R DER ROTE® bzw. CEM II/B-M (V-L) 42,5 N DER TOPROTE®
> 10° C: CEM II/A-M (S-L) 42,5 N WT 38 DER SCHWARZE® oder CEM II/A-S 42,5 R WT 42 bzw. CEM II/A-S 52,5 N WT 42 DER GRÜNE®
< 10° C: CEM II/A-S 42,5 R WT 42 bzw. CEM II/A-S 52,5 N WT 42 DER GRÜNE®

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