Tor für die Beton-Fertigteil-Architektur

Mitte 2016 zieht der SK Rapid in sein neues Zuhause, das Allianz Stadion. Der Bauverlauf in Wien-Hütteldorf schreitet zügig voran, sehr imposant mutet schon jetzt der Blick auf Wiens prominenteste Baustelle an.

Die Bauarbeiten zu den WC-Gruppen in Süd, Nord und Ost sowie die Kioske in Nord und Ost sind weitgehend abgeschlossen, die ersten Tribünenplatten wurden versetzt. Sowohl auf der Süd-, Ost- und Nordseite des Allianz Stadions sind diese Arbeiten fast vollständig abgeschlossen. Die Beton-Fertigteile für Stiegen und Tribünen stammen von der Firma Oberndorfer aus dem Waldviertel. Der Zement wurde vom Lafarge Zementwerk Mannersdorf geliefert.

Die technische Besonderheit ergibt sich durch das Zusammenspiel von drei Faktoren: Der selbstverdichtende SCC-Spezialbeton („Self Compacting Concrete“), ein homogener, weicher und äußerst fließfähiger Beton. Er fließt ohne Einwirkung zusätzlicher Verdichtungsenergie, allein unter dem Einfluss der Schwerkraft, entlüftet und füllt jeden Hohlraum innerhalb der Schalung und Bewehrung aus. Zum Einsatz kommt außerdem eine spezielle und in ihrer Art weltweit einzigartige, dichte Schalung. Nicht zuletzt ermöglicht eine Bewehrung mit 12 Tonnen Zugkraft, die durch Halbzoll-Spannstahllitzen vorgespannt ist, die Produktion der Tribünen- Doppelelemente, die 10,5 Metern lang sind und knapp 12,5 Tonnen wiegen.

Fakten

Franz Oberndorfer GmbH & Co KG
Lambacher Straße 14
4623 Gunskirchen / Austria
Tel. +43 (7246) 72 72-0
Fax +43 (7246) 72 72-1000
office(at)oberndorfer.at

"Die Tribünenelemente, die wir hier in Doppel-L-Elementen für das neue Rapid Stadion produzieren, sind eine hundertprozentige Eigenentwicklung, in die wir viel Zeit und Forschung investiert haben“, freut sich KommR Helmut Oberndorfer, Geschäftsführender Gesellschafter von Oberndorferüber über die Innovationskraft seines Unternehmens.

Oberndorfer

Mit insgesamt 850 Mitarbeitern im Oberndorfer Konzern davon 94 in der Produktionsstätte Gars am Kamp, werden Großaufträge wie jener des Allianz Stadions im verlängerten Schichtbetrieb bearbeitet. Bis zu neun Tribünenelemente können pro Tag hintereinander in der Produktionsstraße in der Betriebshalle gefertigt werden.  „Der gesamte Auftrag verschlingt mehr als ein Drittel unseres Jahresverbrauchs an Beton. Rechnet man die umfassende Planung und Vorbereitung, sowie die konkrete Forschungs- und Testphase inklusive dem Bau von Prototypen mit ein, dann dauert die Produktion der insgesamt 880 Tribünen-Doppelelemente knapp acht Monate. Das letzte Fertigteil hat Anfang August unser Werk in Richtung Wien-Hütteldorf verlassen“, informiert Erwin Pfannhauser, zuständiger Betriebsleiter im Beton-Fertigteilwerk, über den Umfang und Zeitplan des Großauftrags.

Alles aus einer Hand - in sämtlichen Größen und Formen

Neben Tribünenelementen, Fertigteilstiegen und den dazugehörigen Sonderteilen werden für das neue Allianz Stadion zusätzlich Beton-Doppelwandelemente, Hohldielen und Elementdeckenplatten, sowie Außen- und Innensäulen und Tribünenträger aus Beton nach Hütteldorf geliefert. Besonders stolz ist man im Unternehmen auf die vielfältigen Möglichkeiten und unterschiedlichen Größen und Ausführungen der Fertigteile: „Für den SK Rapid produzieren wir kleinteilige Spezialanfertigungen, große Serienproduktionen wie die 880 Tribünenelemente oder die 150 Fertigteiltreppen, bis hin zu 18 Meter hohen Außenstützen mit über 40 Tonnen Gesamtgewicht. Die Arbeit für den namhaften Auftraggeber sorgt für Stimmung und Spaß unter unseren Mitarbeitern, die darum auch Verständnis für hin und wieder notwendige Mehrarbeiten und vereinzelte Überstunden zeigen“, sagt Erwin Pfannhauser, über die Motivation und den Stolz innerhalb der Belegschaft über den Großauftrag.

Lafarge

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