Rohstoff mit Zukunft

Schönberger lässt Neues aus Baurestmassen entstehen

Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz sind die wohl meist strapazierten Worte in Politik und Medien. Es werden Partnerschaften für den Klimaschutz eingegangen und längst haben ökologische Richtlinien in den Bauordnungen der Bundesländer Einzug gefunden. Gerade deswegen ist es erstaunlich, dass der Einsatz von Recyclingmaterialien nach wie vor eine unbedeutende Stellung in der Umwelt- und Klimapolitik einnimmt.– Nicht weil es an den passenden Materialien fehlt. Es mangelt vielmehr an strikten Vorgaben in der Gesetzgebung, vorzugsweise Recyclingmaterialien einzusetzen. Wir haben uns dem Thema Beton- bzw. Baurestmassenrecycling angenommen und besuchten den steirischen Familienbetrieb Alois Schönberger GesmbH, der sich für einen nachhaltigen Beitrag für die Umwelt einsetzt.

 

Fakten

Alois Schönberger GmbH
Schönbergerstraße 11
9073 Feldkirchen
Tel.: 0316/29 12 63
Fax: 0316/ 29 24 40
zentrale(at)schoenberger.at
www.schoenberger.at

Unternehmensbereiche:

  • Transportbeton
  • Sand- und Kieswerk
  • Erdbau
  • Abbrüche
  • Baurestmassenverwertung
  • Recyclingmaterial
  • Baumaschinenverleih

Neues aus Baurestmassen – eine zukunftsträchtige Innovation

Baurestmassenverwertung ist eines der Metiers der Firma Alois Schönberger GesmbH. Eine Innovation, die ursprünglich aus den Niederlanden stammt, hat sich die Feldkirchener Firma zueigen gemacht und erzeugt aus Baurestmassen hochwertige Baustoffe. Was simpel klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen, als echte Alternative zu herkömmlichen Zuschlagstoffen und ist zudem noch wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll.

Alles beginnt mit dem Abbruch auf der Baustelle: das abzutragende Bauwerk wird in seine Hauptbestandteile zerlegt und sorgfältig sortiert. In den meisten Fällen handelt es sich um gängige Baumaterialien wie Ziegel, Asphalt, Beton, Holz und Eisen. Drei Baustoffe werden vorsortiert und direkt von der Baustelle in Schönbergers Zwischenlager abtransportiert: Bauschutt, Betonabbruch und Asphaltabbruch. Diese drei Stoffe sind das Ausgangsprodukt für das Recyclingmaterial. Schließlich werden die genannten Rohstoffe in verschiedenen Brech- und Sortiervorgängen sowie durch Reinigung zu einem hochwertigen Recyclingprodukt. Das Endergebnis dieses Recyclingvorgangs, sprich die neu entstandenen Produkte gibt es dann in den gängigsten Korngrößen. – Bereit für ihren erneuten Einsatz im Hoch- und Tiefbau.

  • Betonrecycling (RB) in den Korngrößen RB 0/4, RB 0/22, RB 0/70, RB 4/22
  • Asphaltrecycling (RA) in den Korngrößen RA 0/16, RA 0/22
  • Ziegelrecycling (RZ) in den Korngrößen RZ 0/4, RZ 4/8, RZ 8/16, RZ 16/22

Das Recyclingmaterial unterliegt einer laufenden Überprüfung durch die ÖNORM und ist CE Zertifiziert. Eine zertifizierte Prüfanstalt überwacht zudem den recycelten Zuschlag in stetigen Prüfungen.

 

Schon mal von einer flüssigen Ziegeldecke gehört?

Auch eine Innovation aus dem Hause Schönberger ist SCHÖZID®, ein Baustoff, der vorwiegend im Hochbau eingesetzt, oder als Füllmaterial für Mantelbaustoffe verwendet wird. SCHÖZID® eignet sich speziell für die Herstellung tragender, bewehrter Massivdecken, der sogenannten "flüssigen Ziegeldecke".

SCHÖZID®  ist in mehreren europäischen Ländern patentiert. Der homogene Baustoff setzt sich aus Zement, Wasser und einem beträchtlichen Anteil recyclierter Hochbau-Restmassen als Zuschlagstoffe zusammen. In Summe weisen diese Recyclingstoffe eine geringere Rohdichte als natürliche Gesteinskörnungen auf. SCHÖZID®  punktet daher mit geringeren Rohdichten als herkömmliche Normalbetone und zeichnet sich durch günstige Wärme- und Schalldämmeigenschaften aus.

SCHÖZID®  ist ein Baustoff, der modernsten Anforderungen im Hoch- und Tiefbau qualitativ und wirtschaftlich zu 100 Prozent gerecht wird. Dass es sich zudem bei der Recyclierung von Hochbau-Restmassen um eine vorbildliche Kreislaufwirtschaft handelt, muss dem Verarbeiter und Bauherrn von morgen bewusst vor Augen geführt werden. So wird aus Abbruch ein Rohstoff mit Zukunft.

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