Geschichte

Die heutige Bezeichnung "Zement" geht auf die Römer zurück, die ein betonartiges Mauerwerk aus Bruchsteinen mit gebranntem Kalk als Bindemittel Opus Caementitium nannten und bereits 118 bis 125 n. Chr. beim Bau des Pantheon in Rom einsetzten. Später wurden mit cementum, cäment und cement Zusatzstoffe wie vulkanische Asche und Ziegelmehl bezeichnet, die man dem gebrannten Kalk zusetzte, um ein hydraulisches Bindemittel zu erhalten. Die Bedeutung des Tongehalts für die hydraulischen Eigenschaften des Zements (Romanzement) wurde von dem Engländer John Smeaton (1724-1792) entdeckt.

Als eigentlicher Erfinder des Portlandzements gilt der Engländer Joseph Aspdin. Im Jahr 1824 erhielt er das Patent "An Improvement in the Mode of Producing an Artificial Stone", wo er den Ausdruck "Portland cement" benutzte. Dieser war noch kein Zement im heutigen Sinne, sondern künstlicher Romanzement. Isaac Charles Johnson hat im Jahr 1844 die Bedeutung des Sinterns erkannt, und mit seinem verbesserten Verfahren den "echten", überbrannten Portlandzement in das Baugewerbe eingeführt, wo er aufgrund seiner überlegenen Härte den Romanzement schnell verdrängte. (Quelle: Wikipedia)

Hydraulisches Bindemittel

Zement ist ein hydraulisches Bindemittel. Als hydraulisch werden Stoffe angesehen, die sowohl an der Luft als auch unter Wasser erhärten und auch beständig sind. Diese Eigenschaften erfüllt Zement. Er reagiert mit Wasser unter Bildung unlöslicher, stabiler Verbindungen. Diese Verbindungen, die Calciumsilikathydrate, bilden feine nadelförmige Kristalle aus, welche sich untereinander verzahnen und so zur hohen Festigkeit eines Zementmörtels oder Betons führen. Diese Eigenschaften machen Zement zu einem Bindemittel, das den hohen Anforderungen im Baubereich entspricht.

Die Perlmooser Zementwerke

In Österreich begann man erstmals in den 1860er Jahren in der Gegend von Kufstein Zement herzustellen. Rasch entstanden in diesem Gebiet mehrere kleine Zementöfen und –Mühlen. 1869 errichteten die Unternehmer Angelo Saulich und Alois Kraft bei der neu errichteten Bahnstation Kirchbichl die „Actiengesellschaft der k. k. priv. Hydraulischen Kalk- und Portlandcementfabrik zu Perlmoos“.

Ein altes Torfmoor, das „Perlmoos“, wo in einer Getreidemühle erstmals ein portlandzementähnliches Erzeugnis gemahlen wurde, avancierte so zum Namensgeber des größten österreichischen Zementwerkunternehmers, dessen Geschichte eng mit der jener der österreichischen Zementerzeugung verknüpft ist. 

Die Perlmooser Zementwerke vergrößerten sich laufend durch Firmenübernahmen  bis sie im Jahr 1997 Teil der weltweit führenden Baustoffgruppe Lafarge werden.

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