Klimawandel

Kampf gegen den Klimawandel

Im Jahre 2000 verpflichtete sich Lafarge, seine gesamten CO2-Emissionen im Zeitraum von 1990 bis 2010 um 20% zu verringern. Dieser Wert ist fast viermal so hoch wie der im Kyoto-Protokoll für die Industriestaaten festgelegte Reduktionswert. Gleichzeitig entwickelt der Konzern Lösungen zum Schutz von Energieressourcen.

Reduktion der CO2-Emissionen

Partnerschaft mit dem WWF
Die Zementproduktion ist für die meisten Treibhausgas-Emissionen von Lafarge verantwortlich. Alleine die Herstellung macht 98% der CO2-Emissionen des Konzerns aus.
Lafarge ist sich der Herausforderung bewusst, welche der Klimawandel für den gesamten Planeten darstellt. Im Jahre 2001 verpflichtete sich der Konzern selbst zu ehrgeizigen Zielen im Rahmen einer zukunftsweisenden Partnerschaft mit dem WWF (World Wide Fund for Nature). Bis 2010 strebt Lafarge eine Verringerung folgender Punkte an:

  • -10% bei den absoluten Brutto-Emissionen* in den Industriestaaten,
  • -20% pro Tonne bei den Netto-Emissionen* von weltweit produziertem Zement.

Diese Verpflichtungen überschreiten die vom Kyoto-Protokoll festgelegten Ziele für die Industriestaaten, deren Emissionen um 5.2% im Vergleich zu den Werten von 1990 zu reduzieren.(* Brutto-/Netto-Emissionen: Netto-Emissionen gleich Brutto-Emissionen minus den Emissionen hinsichtlich der Abfallverbrennung.)

Industrielle Ökologie

Die industrielle Ökologie ist ein neues Konzept im Rahmen des Umweltmanagements. Die Idee besteht darin, die Art und Weise, wie Umweltfaktoren (Energiequellen, natürliche Rohstoffe, usw.) in Geschäftsstrategien integriert sind, zu verbessern. Die industrielle Ökologie wurde durch die zyklische Methode, nach welcher natürliche Ökosysteme funktionieren, inspiriert. Da sich die Natur durch die einzelnen Kreisläufe von Produktion, Zerstörung und Recycling zieht, können Industrieabfälle von bestimmten Verfahren als Rohmaterial oder Brennstoff für andere Industrien genutzt werden.

Die Ressourcen von Lafarge
Um diese Ziele zu erfüllen, ergreift der Konzern folgende Maßnahmen:

  • Reduktion des Energieverbrauchs,
  • Modernisierung seiner Anlagen und kontinuierliche Verbesserung seiner industriellen Prozesse hinsichtlich der Verwendung alternativer Energiequellen,
  • Verwendung von alternativen Brennstoffen,
  • Verwendung von Industrieabfällen, insbesondere Schlacke, Flugasche und Puzzolan für die Zementherstellung. Einige Zementzusätze können zum Beispiel teilweise Klinker ersetzen, wodurch die CO2-Emissionen reduziert werden.

Mit diesem Ansatz sind die gesamten Emissionen des Konzerns pro Tonne Zement um 18,4% zwischen 1990 und Ende 2008 gesunken.

Lafarge investiert ebenso in folgende Forschungsbereiche:

  • Entwicklung von Klinker, der weniger CO2 produziert
  • Verfahren, um die Energie effizienter nutzen
  • Optimierung des Betonverbrauchs und Verbesserung der Wiederverwertung

Die Baubranche hat insgesamt einen hohen Energieverbrauch zu verzeichnen. Der Bau ist die Ursache von 40% der CO2-Emissionen der Industriestaaten. Als verantwortlicher Akteur strebt Lafarge eine Verringerung der Auswirkungen der Baubranche auf die Umwelt, sowie eine Förderung von nachhaltigen Baumethoden an.

 

Mechanismen für umweltverträgliche Entwicklung

Lafarge führt eine Reihe von Projekten zur Einrichtung von Mechanismen für umweltverträgliche Entwicklung (Clean Development Mechanism – CDM) im Rahmen des Kyoto-Protokolls aus.
Bisher wurden bereits drei Projekte durch den CDM Exekutivausschuss anerkannt:

  • in Marokko liefert der Windpark von Tetouan 50% des von dem dortigen Lafarge-Zementwerk verbrauchten Stromes
  • in Malaysia kommen 5% der Wärmeenergie für die Zementwerke von Rawang und Kanthan aus Biomasse
  • in Indien wird Flugasche aus herkömmlichen Kraftwerken zur Verwendung in Zement wiederverwert

Durch diese 3 Mechanismen für umweltverträgliche Entwicklung entstehen jährliche Einsparungen von 160.000 Tonnen CO2: ein Gewinn für die Umwelt, welcher der Pflanzung von 10,6 Millionen Bäumen pro Jahr entspricht! Der Konzern ist dabei, neue CDM-Projekte zu erarbeiten.

Aus globaler Sicht ist die Zementindustrie für 5% der CO2-Emissionen bezogen auf menschliche Aktivitäten verantwortlich. Aus diesem Grund unterstützt Lafarge auch über CDM hinaus einen globalen sektorspezifischen Ansatz zur Verringerung der CO2-Emissionen des Zementsektors, besonders innerhalb der Initiative für Nachhaltigkeit von Zement (Cement Sustainability Initiative – CSI).
Bitte alle Fotos von der lafarge.com Seite Fighting climate change verwenden.