Organisation

Lafarge hat eine zweigeteilte Strategie implementiert, die zentrale Forschung und dezentrale Entwicklung verbindet. Ziel ist es, die Forschung zu optimieren und gleichzeitig auf die Anforderungen der lokalen Märkte reagieren zu können. Forschung und Entwicklung sind daher in zwei sich ergänzende Abteilungen aufgegliedert:

  • das Forschungszentrum, in dem Grundlagenforschung und angewandte Forschung im Mittelpunkt stehen
  • die technischen Zentren und Laboratorien, die unter der Leitung der lokalen Geschäftseinheiten arbeiten, um Lösungen zu entwickeln und zur Industriereife zu bringen.

Das Forschungszentrum: Innovation in Echtzeit

Die 200 Forscher des Zentrums suchen nach Erklärungen für physikalische und chemische Mechanismen und konzipieren neue Technologien.
Die 15.000 m² große Einrichtung bietet hochmodern ausgestattete Laboratorien, Pilotwerkstätten und Technologiegebäude für Tests im großen Maßstab sowie Hightech-Ausrüstung wie Elektronenmikroskope, Feldeffektmikroskope und Nano-Instrumente.

Die Forschungsprojekte von Lafarge zielen stets auf eines von drei Hauptthemen ab:

  • Leistung für den Endkunden, sowohl in Bezug auf Produkteigenschaften (Qualität, Ästhetik, neue Funktionen usw.) als auch auf die Produktimplementierung (Anwenderfreundlichkeit, Produktivität usw.)
  • industrielle Leistungsfähigkeit, insbesondere die Verbesserung von Produktionsprozessen und die Umweltfreundlichkeit
  • Vorbereitung für die Zukunft, insbesondere im Hinblick auf den Zwang zur Nachhaltigkeit, zum Beispiel durch das Einsparen von Energie und Rohstoffen sowie die Verringerung des CO2-Ausstoßes.

Produktentwicklung auf Grundlage tatsächlicher Bedürfnisse

Durch das dezentrale Netzwerk der technischen Zentren können Produktinnovationen einfach an die Anforderungen der lokalen Märkte angepasst werden.

Die technischen Zentren und Anwendungslaboratorien kooperieren mit Produktionswerken, Länderteams und Geschäftseinheiten, um Produkte zu entwickeln, die den lokalen Anforderungen entsprechen und die industrielle Leistungsfähigkeit zu steigern.

Aufgrund der hervorragenden Kenntnis der lokalen Märkte und Anforderungen haben die Laboratorien und technischen Zentren ideale Voraussetzungen zur Kommunikation von lokalen Anforderungen an das L.C.R. Die Werke in aller Welt können zudem auf ein Netzwerk aus lokalen Experten zurückgreifen, die zügig tätig werden können, um Prozesse in Anlagen zu verbessern, zum Beispiel durch die Optimierung von Formeln zur Anpassung an die Verfügbarkeit von Rohstoffen auf lokalen Märkten.

Lafarge unterhält folgende technische Zentren für Zement:

  • Europe Technical Center (E.T.C.) in Wien/Österreich
  • Europe Technical Center (E.T.C.) L`Isle d`Abeau/ Frankreich. Beide Zentren sind für für Europa zuständig.
  • Corporate Technical Services (C.T.S.) in Montreal/Kanada. Zuständig für Nord- und Südamerika (mit einer Zweigstelle in Rio de Janeiro/Brasilien)
  • Asia Technical Center (A.T.C.) mit zwei Standorten in Kuala Lumpur/Malaysien und Beijing/China. Zuständig für Asien.
  • Cairo Technical Center (C.T.C.) in Kairo/Ägypten. Zuständig für Nordafrika und den Nahen Osten.